Bei Kampagnen in Apotheken und Drogerien ist das Budget ein zentraler Rahmenfaktor: Es beeinflusst, wie viele Standorte aktiviert werden können, wie tief die Instore‑Umsetzung geht und welches Dienstleistungsniveau (Logistik, Follow‑up, gegebenenfalls digitale Inhalte) realistisch ist. Entscheidend ist weniger, ob das Budget « gross » oder « klein » ist, sondern dass es früh genug bekannt ist, um ein Konzept zu planen, das zu den Zielen der Marke passt.

Ziel ist nicht, möglichst viele Massnahmen zu sammeln, sondern Kampagnen zu entwickeln, die die Prioritäten besser abbilden: Sichtbarkeit, Verständlichkeit der Botschaften, Erlebnis in der Apotheke und operative Effizienz.

Ein konkretes Beispiel: Warum fehlende Budgetinfo alles verlangsamt

Nehmen Sie eine typische Situation: Eine Pharmamarke kontaktiert einen Dienstleister für eine Kampagne in 1 000 Apotheken, teilt aber kein Budget mit.

Der Dienstleister muss nun Annahmen formulieren, um voranzukommen:

  • Ist das Budget eher auf breite Abdeckung ausgerichtet (wenig Material pro Punkt, schlichte Präsenz) oder auf einen reichhaltigeren Ansatz (mehr Flächen, möglicher Platz für Digital) ?
  • Sollen Fotodokumentation, Reporting und Last‑Minute‑Anpassungen enthalten sein ?
  • Ist Raum für eine digitale Ebene (Screens, Inhalte, Digital Twin), oder bleibt man 100% physisch ?
  • Welche Regionen sind Priorität ? Welche Apothekentypen ?

Ergebnis: Der Dienstleister schlägt oft ein « komplettes » Szenario vor (das nur auf einen Teil des realen Budgets passt) oder mehrere generische Optionen. Die Marke muss nachfragen, konkretisieren, korrigieren. Die Gespräche vervielfachen sich. Der Zeitplan verrutscht. Eine einfache Lösung, die von Anfang an hätte angeboten werden können, verliert sich in den Hin‑ und Herbewegungen.

Ein klares Budget: Wie es alles verändert

Angenommen, dieselbe Marke mitteilt: « 120 000 CHF für 1 000 Apotheken, inklusive Installationen ».

Sofort kann der Dienstleister:

  • Direkt anpassen: 120 CHF pro Apotheke bedeutet ein schlankes, aber gut ausgeführtes physisches Format, ohne zusätzliche digitale Ebene.
  • Ein Szenario von Tag eins an vorschlagen statt generischer Optionen: Material im Regal und am HV‑Tisch, regionalisierte Logistik, Standard‑Follow‑up.
  • Intelligente Abwägungen diskutieren, wenn der Rahmen nicht alles abdeckt: Zum Beispiel « Mit diesem Budget decken wir 1 000 Apotheken sauber ab. Wenn Sie einen Digital Twin hinzufügen möchten zur Validierung des Rendus, können wir auf 950 Apotheken reduzieren. Was ist Ihre Priorität ? »

Ergebnis: Ein klares Gespräch, schnelle Entscheidungen, Lösung in 2–3 Runden statt 5–6.

Physisch, digital oder beides: von den Zielen her denken, nicht von den Tools

Das Verhältnis zwischen physischen Materialien, digitalen Lösungen oder einer Kombination daraus sollte sich aus den Kampagnenzielen und den gewünschten Verhaltensänderungen am POS ergeben.

  • In manchen Fällen ist eine durchdachte 100‑Prozent‑Lösung mit physischen Materialien (Regal, HV‑Tisch, Schaufenster) der wirkungsvollste Hebel, insbesondere wenn Sichtbarkeit und einfache Umsetzung im Vordergrund stehen.
  • In anderen Situationen kann eine gezielte digitale Ebene sinnvoll sein, zum Beispiel:
    • eine kurze Screen‑Loop im Wartebereich oder am HV‑Tisch, um eine Kernbotschaft zu verstärken;
    • ein Digital Twin einiger typischer Apotheken, um den Kampagnenauftritt im POS zu visualisieren und interne Abstimmung sowie Feldkommunikation zu erleichtern.

Digital ist dabei ein Mittel, kein Selbstzweck. Entscheidend ist, es einzusetzen, wenn es klaren Mehrwert bietet (bessere Verständlichkeit, indikationsspezifische Inhalte, Aufklärung, Flexibilität).

Reichweite, Tiefe und Wiederverwendbarkeit balancieren

Ein festgelegtes Budget hilft, Abwägungen strukturiert zu treffen statt sie am Ende « unter Zeitdruck » zu vollziehen.

  • Reichweite: eine grössere Zahl von Standorten mit einem optimierten physischen Kit aktivieren, ergänzt durch Visuals für digitale Kanäle der Apotheken.
  • Tiefe: mehr Mittel in ein kleineres Netzwerk investieren – mit mehr Fläche, mehr Installationszeit und, wenn begründet, zusätzlichen digitalen Touchpoints.
  • Wiederverwendbarkeit: dort, wo es sinnvoll ist, Bausteine bevorzugen, die für mehrere Wellen oder Märkte genutzt werden können (Visual‑Templates, Video‑Loops, modulare Elemente).

Das Budget wird so zum Hebel für Priorisierung: Wo will man sichtbar sein, mit welcher Intensität und mit welchen erwarteten Ergebnissen?

Bei Rüfenacht: transparente Preisgestaltung für Kampagnen, die von Anfang an gerahmt sind

Wir haben uns bewusst für transparente, öffentlich kommunizierte Preise entschieden – genau aus diesem Grund: um unseren Kunden zu ermöglichen, ihren echten Kampagnenumfang von Beginn an zu definieren und ein Angebot zu erhalten, das direkt auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist – ohne vage Annahmen oder mehrere Runden von Hin‑ und Herbewegungen.

  • Ein bekanntes Budget = ein Angebot ab Tag eins, keine Nachfragen nötig.
  • Klare Abwägungen zum Umfang (Zahl der Apotheken, Typen, Regionen) = keine Überraschungen später im Projekt.
  • Ein unmittelbares Gespräch über Prioritäten (Reichweite vs. Tiefe, physisch vs. digital) = schnellere, bessere Entscheidungen.

Diese Klarheit von Anfang an ermöglicht es unseren Kunden und unseren Teams, sich auf das zu konzentrieren, das wirklich zählt: die Qualität der Ausführung im Punkt Verkauf und das Ergebnis.