Es gab eine Zeit, in der POS-Materialien in Apotheken und Drogerien eher wie Möbelstücke wirken als wie «Kampagnenmaterial». Keine flachen Kartons, keine komplizierten Aufbauanleitungen für das Team, sondern solide, gut gebaute Displays, die jahrelang stehen blieben. Heute kommen die meisten Aktivierungen gefaltet im Karton an, gedacht für ein paar Wochen Einsatz, bevor sie leise im Recycling landen.
Das ist kein nostalgischer Rückblick, sondern eine einfache Feststellung: Das Material hat sich verändert, die Rahmenbedingungen sind komplexer geworden, aber die Art, wie POS-Material geplant und gestaltet wird, hat nicht immer Schritt gehalten. Genau hier kann Rüfenacht dafür sorgen, dass Kampagnen nicht im Lager oder direkt im Container enden.
Als POS-Material noch für die Ewigkeit gebaut wurde
In der «alten» POS-Welt investierte eine Marke in Apotheken und Drogerien mit dem Anspruch, dauerhaft präsent zu sein.
Typisch waren etwa:
- Holz- oder Metalldisplays, schwer, aber extrem stabil
- Konstruktionen, die fast schon Teil der Ladeneinrichtung wurden
- Emaillierte Logos oder hochwertige Drucke, ausgelegt auf viele Jahre
Ein Display wurde nicht mit jeder neuen Kampagnen Welle ersetzt. Man baute ein langfristiges Asset, abgestimmt auf die Marke und die Umgebung der Apotheke oder Drogerie. Das Display wurde zugleich Verkaufstool und physischer Brand-Anker.
Für Hersteller bedeutete das weniger POS-Neuheiten, aber:
- Kontinuierliche, konsistente Sichtbarkeit
- Eine starke physische Präsenz im Gesundheits Umfeld
- Beziehungen zu Apotheken und Drogerien, die auf Beständigkeit basierten, nicht auf der Menge an Kits
Perfekt war das nicht. Die Kosten waren hoch, die Logistik aufwändig, die Flexibilität eingeschränkt. Aber der Grundsatz war klar: Wer Platz in Apotheke oder Drogerie beansprucht, behandelt ihn mit Respekt.
Vom Möbel zum Karton: Was sich verändert hat
Mit der Zunahme von Produkteinführungen, Aktionszeiträumen und Trade-Aktivierungen kam das Modell der schweren, dauerhaften POS-Materialien deutlich an seine Grenzen. Marken mussten:
- Schnellere Reaktionszeiten auf Marketingpläne ermöglichen
- Visuals und Claims häufiger aktualisieren
- Stückkosten senken, um mehrere Kampagnen Wellen zu stemmen
Karton wurde zum natürlichen Standard für temporäre POS-Materialien:
- Günstiger in der Herstellung
- Leichter zu transportieren und zu handhaben
- Einfach zu bedrucken und von Kampagne zu Kampagne anzupassen
Auf dem Papier klingt das logisch. Das Problem ist der nächste Schritt: der Übergang von «gut konstruierten Karton, abgestimmt auf die Praxis» hin zu «billigem Karton, in Masse verschickt».
Typische Folgen:
- POS-Material, das im 3D-Rendering toll aussieht, aber nach drei Wochen wackelt
- Formate, die für kleine Schweizer Apotheken und Drogerien schlicht zu gross oder zu hoch sind
- Materialien, die sich schnell verziehen oder abgenutzt wirken
Wo das alte Holzdisplay wie ein Teil des Tresens wirkte, erscheinen heutige Konstrukte manchmal wie Gäste auf Zeit. Und nicht selten sorgt das Team dafür, dass dieser Besuch kurz bleibt.
Wenn «billiger Karton» teuer wird
In der Budgetziele wirkt Karton wie eine Ersparnis. In der Realität kann er rasch zu einer stillen Kostenstelle werden.
Schlecht gewählte oder schlecht konstruierte POS-Materialien:
- Werden nie aufgebaut, weil Zeit oder Lust im Alltag fehlen
- Werden schnell wieder entfernt, weil sie stören oder die Sicht versperren
- Landen im Lager oder im Recycling, lange vor dem offiziellen Kampagnenende
Für den Hersteller bedeutet das:
- Konzeptions-, Produktions- und Logistikkosten bei minimaler Wirkung am POS
- Roll-out-Pläne, die mit der Realität im Feld wenig zu tun haben
- Aussendienst Teams, die Aufbau retten müssen statt Beziehung und Empfehlung zu stärken
Für Apotheken und Drogerien:
- Zeitverlust durch den Aufbau fragiler oder komplizierter Strukturen
- Visuelle Überladung, die Orientierung und Gesamtbild verschlechtert
- Mehr Abfall, der entsorgt werden muss, auch wenn das Material theoretisch recycelbar ist
Und dann ist da noch das Thema Nachhaltigkeit. Plastik zu reduzieren ist ein Schritt. Aber grosse Mengen Kartons zu verschicken, die funktional oder kommerziell schlecht gedacht sind, ist in der Praxis alles andere als nachhaltig.
Was Apotheken und Drogerien wirklich sagen
Wer regelmässig vor Ort ist, so wie Rüfenacht, hört immer wieder ähnliche Aussagen:
- «Wir haben keinen Platz.»
- «Auf dem Bild sieht es gut aus, aber hier passt es nicht.»
- «Wir haben keine Zeit, komplizierte Dinge aufzubauen.»
Die Teams in Apotheken und Drogerien sind nicht grundsätzlich gegen POS-Material. Sie schätzen Materialien, die:
- Einfach und schnell aufzubauen sind
- Bewegung, Ergonomie und Ladenbild respektieren
- Echten Mehrwert bringen: bessere Sichtbarkeit, klare Information, nachvollziehbare Kategorie Logik
Abgelehnt werden POS-Elemente, die:
- Im Verhältnis zur Fläche überdimensioniert sind
- Instabil oder fragil wirken
- Nicht zum Arbeitsalltag und Ablauf passen
Zwischen einem fragilen, störenden Display und gar keinem Display ist die Wahl für viele klar.
Der Rüfenacht-Ansatz: Karton ja, aber mit Verstand
Das Ziel ist nicht, zurück zu Holz und Metall zu gehen oder Karton zu verteufeln. Die entscheidende Frage ist: Wie werden POS-Materialien konzipiert, getestet und ausgerollt?
Genau hier unterstützt Rüfenacht Schweizer und internationale Hersteller.
- Wir betrachten Ihre POS-Konzepte durch zwei Brillen: Marketing und Praxis (Apotheken plus Drogerien).
- Wir hinterfragen unrealistische Formate, bevor sie in Produktion gehen.
- Wir denken von Aufbauzeit, Stabilität, Lebensdauer und Entsorgung von Anfang an mit.
- Wir testen Prototypen in echten Schweizer Verkaufsstellen unter realen Bedingungen, nicht nur im Meetingraum.
Es geht nicht darum, Sie zu höheren Ausgaben zu drängen. Es geht darum, zu vermeiden, dass das Budget wirkungslos verpufft: Karton, der nie aufgebaut wird, Displays, die einknicken, Kampagnen, die nur in Roll-out-Tabellen existieren.
Eine gute POS-Lösung heute bedeutet:
- Ein Material, das zur Laufzeit und Ambition der Kampagne passt
- Ein Design, das Raum und Kundenfluss in Apotheken und Drogerien respektiert
- Einen Aufbau, den eine Person in vertretbarer Zeit realistisch schafft
- Eine klare Einbettung in Ihre Markenstrategie und Ihren Trade-Kalender
Fazit: Ein bisschen Nostalgie ist ok. Funktionierendes POS-Material ist besser.
Ja, manches war früher besser. Displays bogen sich nicht durch, Logos lösten sich nicht, und alles, was in Apotheken oder Drogerien landete, war für lange Nutzung gedacht. Aber der Kontext hat sich geändert: mehr Kampagnen, mehr Budgetdruck, höhere Erwartungen an Nachhaltigkeit.
Zwischen «Möbel für 10 Jahre» und «Wegwerf-POS-Material für 10 Tage» gibt es einen klügeren Weg: Lösungen, die mit Blick auf die Realität im Feld entwickelt, mit den Verkaufsstellen validiert und sauber ausgerollt werden.
Genau diesen Weg hilft Rüfenacht seinen Kunden zu gehen.
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Januar 11, 2026

